Schon zu Zeiten der
Hanse schlossen sich Geldgeber zusammen und schafften gemeinsam
Schiffe an: die ersten Schiffsfonds. Früher waren es vor
allem Partenreedereien (mit unbegrenzter Nachschusspflicht),
heute dominieren Kommanditgesellschaften (KG). Ihr Vorteil:
Die zumeist branchenfremden Anleger haften nur mit ihrer
Einlage. Der Anleger wird im Handelsregister als Kommanditist
eingetragen.
Schiffsneubauten für deutsche Reedereien werden überwiegend über Fonds
finanziert, etwa 200 der gegenwärtig 230 Containerschiffe unter
deutscher Flagge sind so entstanden. Schiffsbeteiligungen haben sich
nach geschlossenen Immobilienfonds zum zweitwichtigsten Anlagemedium
entwickelt. Und wie man das von Hanseaten erwartet, handelt es sich bei
den Schiffsbeteiligungen überwiegend um seriöse Anlageangebote.
Die Schiffe sollen später auch Geld verdienen; an diesen Gewinnen partizipiert
der Anleger. Deshalb fördert der Staat diese Anlageform durch Steuervorteile:
Er will der Exportnation Deutschland eine konkurrenzfähige Handelsflotte – unter
deutscher Flagge – erhalten. Andererseits: Verdient das Schiff
kein Geld, kann das Finanzamt die Gewinnerzielungsabsicht anzweifeln
und die Vergünstigungen nachträglich aberkennen.
Schiffsbeteiligungen
sind keine Spekulationen,
sondern in erster Linie
unternehmerische Investitionen.
Besonderer Leckerbissen:
Anteilseigner können
auch auf den Schiffen
mitfahren – in
der Eignerkabine. Preis
bei Conti: 15 Euro
pro Tag, inklusive
Vollpension.
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